Mythos: „Ich starte am besten mit der größten Maßnahme, dann passt der Rest schon.“ Fakt: Eine sinnvolle Reihenfolge beginnt mit Bestandsaufnahme und Zielen, damit Maßnahmen technisch zusammenpassen. Notiere Baujahr, Heizsystem, Fensterzustand, Dach/ Fassadenaufbau und aktuelle Verbräuche, bevor du Angebote einholst.
Mythos: „Neue Fenster lösen automatisch alle Komfort- und Heizprobleme.“ Fakt: Energieeffiziente Fenster wirken nur optimal, wenn Einbau, Anschlussfugen und Lüftungskonzept stimmen. Prüfe U-Wert, Glasaufbau, Rahmenmaterial, Abstandhalter und Schallschutz nach deinem Bedarf, nicht nach Prospektversprechen.
Mythos: „Dämmung lohnt sich nur bei Komplettsanierung.“ Fakt: Auch einzelne Bauteile können Schritt für Schritt verbessert werden, wenn Details sauber geplant sind. Beginne oft mit der obersten Geschossdecke oder dem Dach, weil Wärmeverluste dort häufig relevant sind und die Arbeiten gut zugänglich sein können.
Mythos: „Photovoltaik planen heißt nur: Dach voll machen.“ Fakt: Eine PV-Anlage sollte zu Lastprofil, Zählerkonzept, Verschattung und späterer Erweiterbarkeit passen. Kläre vorab, ob Dachstatik, Kabelwege, Brandschutzanforderungen und Netzanschlussbedingungen berücksichtigt sind.
Mythos: „Solarstrom fürs Eigenheim bringt nur etwas mit großem Speicher.“ Fakt: Speicher kann sinnvoll sein, ist aber nicht in jedem Haushalt die erste Priorität. Vergleiche Eigenverbrauch ohne Speicher, mit kleinem Speicher und mit späterer Nachrüstung, und achte auf Garantiebedingungen, Zyklenangaben und Effizienz über Teillast.
Mythos: „Eine Ladestation ist unabhängig von der Solaranlage.“ Fakt: Das Zusammenspiel aus Wallbox, PV und Energiemanagement entscheidet, wie viel Solarüberschuss du tatsächlich nutzen kannst. Prüfe PV-Überschussladen, Phasenumschaltung, Lastmanagement und ob dein Hausanschluss die Leistung dauerhaft tragen kann.
Mythos: „Solarthermie ist immer überholt, PV kann alles ersetzen.“ Fakt: Solarthermie für Warmwasser kann je nach Warmwasserbedarf, Dachfläche und bestehendem Heizsystem weiterhin passend sein. Entscheidend sind Speichergröße, Einbindung in die Regelung und Wartungszugang, damit das System im Alltag stabil läuft.
Mythos: „Bei Handwerkerleistungen reicht ein Handschlag, Details klärt man vor Ort.“ Fakt: Eine Vertragsprüfung für Handwerkerleistungen hilft, Leistungsumfang, Schnittstellen und Gewährleistung nachvollziehbar zu machen. Lass Positionen wie Baustellenschutz, Entsorgung, Nebenarbeiten, Abnahme, Zahlungsplan und Nachträge klar schriftlich definieren.
Mythos: „Datenschutz betrifft nur Online-Shops, nicht kleine Handwerks- oder Hausverwaltungsbetriebe.“ Fakt: Auch kleine Unternehmen verarbeiten Kundendaten, Fotos von Baustellen oder Messprotokolle und brauchen dafür saubere Abläufe. Achte auf Auftragsverarbeitung, Zugriffsrechte, sichere Ablage, Löschfristen und transparente Informationspflichten, besonders wenn Dienstleister beteiligt sind.
